Risiken und Prävention

Brustkrebs – bin ich gefährdet?

Die Mehrheit aller Frauen mit Brustkrebs erkranken „spontan“. Da heutzutage die Ursachen noch weitgehend unerforscht sind, geht man davon aus, dass viele verschiedene Einflüsse gemeinsam ausschlaggebend bei dieser Krankheitsentstehung sind:

  • mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Krebserkrankung, da Fehler bei der Zellteilung entstehen können
  • das Risiko ist durchschnittlich zwei- bis dreimal höher, wenn eine Verwandte ersten Grades bereits an Brustkrebs erkrankt ist
  • Frauen, deren erste Menstruation sehr früh eingesetzt hat und Frauen, die sehr spät in die Wechseljahre gekommen sind, weisen ein erhöhtes Risiko auf, ebenso Frauen, die kein Kind oder das erste Kind erst nach dem 30. Lebensjahr bekommen haben
  • fettreiche Ernährung, Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum sind ein zusätzlicher Risikofaktor
  • Übergewicht steigert das Erkrankungsrisiko
  • ist bereits eine Brust vom Krebs befallen, besteht ein erhöhtes Risiko, dass die andere Brust ebenfalls erkrankt
  • ein geringfügiges Risiko entsteht auch während der Einnahme der empfängnisverhütenden Pille und noch bis zu zehn Jahre danach
  • bei einer Mastopathie (Veränderung des Brustdrüsengewebes) mit Zellwucherung ist das Risiko erhöht

Brustkrebs – kann ich vorbeugen?

Die Frage, ob man mit dem eigenen Verhalten Brustkrebs vorbeugen kann, lässt sich nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten. Doch kann eine gesunde Lebensweise sicherlich dazu beitragen, das Risiko einer Brustkrebserkrankung zu senken. Dabei reduzieren sich die vorbeugenden Maßnahmen in der Regel auf einige wenige Punkte:

  • gesund ernähren
  • ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
  • regelmäßig bewegen
  • Übergewicht vermeiden
  • möglichst nicht rauchen und den Alkoholkonsum einschränken
  • Folsäure-Einnahme soll sich schützend auswirken

Trotz einer gesunden Lebensweise gibt es jedoch keine Sicherheit, nicht dennoch an Krebs zu erkranken.

Wie bei den meisten Krebserkrankungen gilt auch für bösartige Tumore der Brust: Ein rechtzeitiges Erkennen des Knotens verbunden mit der früh einsetzenden Therapie verbessert die Erfolgsaussichten der Behandlung entscheidend. Daher muss der Früherkennung ein besonderes Gewicht beigemessen werden – beispielsweise durch die Mammographie, die Röntgenuntersuchung, aber auch durch regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust, die jede Frau einmal im Monat durchführen sollte.